Was ist das?
Als „weiche Leiste“ bezeichnet man eine Vorstufe des Leistenbruches, die praktisch immer in einen Leistenbruch mündet und durch die Dehnung eines Nervs erhebliche Schmerzen verursacht (z.B. beim Schuss des Fußballers).
Hier ist die bindegewebige Wand der Leiste, die den Bauchraum nach außen abschließt (siehe bitte die ausführliche Erklärung bei Leistenbruch) ausgeleiert und ausgedünnt, aber noch nicht gerissen.
Die „weiche Leiste“ ist selbst für den sehr erfahrenen Untersucher oft kaum vom bereits eingetretenen Leistenbruch zu unterscheiden und nach heutiger Auffassung stellt sie, als sicheres Vorzeichen eines Bruches und wegen der schmerzhaften Nervenreizung eine Operationsanzeige dar.
Viele Leistungssportler, speziell Fußballer, leiden unter ständigen Leistenschmerzen, die häufig (auch von den behandelnden Ärzten und Masseuren) als „Leistenzerrung“ oder „chronische Adduktorenreizung“ betrachtet werden, hinter denen sich aber tatsächlich oft eine „weiche Leiste“ oder sogar schon ein kleiner Bruch verbirgt.
Es gilt die Regel, wonach der entstehende oder kleine Bruch mehr Schmerzen verursacht, als der ältere, große Bruch.
Sehr viele (auch gerade professionelle) Fußballer unterziehen sich deshalb heute den modernen und schnellen Verfahren der Leistenreparation schon beim Vorliegen einer weichen Leiste, um lange Ausfallzeiten zu vermeiden.
Welche Operationsmethode ist geeignet?
Auch hier gibt es keine „Standardempfehlung“, die für jeden Einzelfall ideal wäre: Meist kann man ein Verfahren wählen, das schnell wieder zur vollen Belastbarkeit führt: Fußballspielen sollte nach 3 – 4 Tagen wieder möglich sein.
Wir wählen dazu entweder eine Operation
- mit lokaler Doppelung der Leistenwand (ähnlich dem Verfahren nach SHOULDICE ) oder
- legen spannungsfrei ein Netz ein, das Verfahren nach LICHTENSTEIN
Beide Verfahren können entweder in örtlicher Betäubung, oder leichter Narkose ambulant oder mit einer Nacht in der Klinik durchgeführt werden.
Wie wird die richtige Operationsmethode ausgewählt?
Mit Hilfe des von uns entwickelten Fragebogens, den Sie hier finden und ausfüllen können, sind wir in der Lage bereits eine sehr präzise individuelle Aussage zu treffen.
Sie erhalten innerhalb von 48 Stunden eine ausführliche Therapieempfehlung von uns, die Ihnen auch den Ablauf einer möglichen Behandlung vom ersten Beratungsgespräch bis zur Abschlussuntersuchung schildert und die zu erwartenden Ausfallzeiten in Arbeit und Sport aufführt.
Letzte Gewissheit ergibt dann immer die gründliche Untersuchung durch den auf diesem Gebiet wirklich erfahrenen Chirurgen bei uns.
Wie schnell kann wieder gearbeitet und Sport getrieben werden?
Bei unseren Verfahren: nach etwa 3 Tagen